Dieseldrama in Deutschland – wir finden das nur „halb“ so schlimm
Die Dieselpreise gehen durch die Decke. Der Ärger ist groß – bei Verbrauchern wie Unternehmern. Bei Logistik Schmitt löst die Preisexplosion dagegen kein so heftiges Beben aus. Dem fossilen Diesel kehren wir immer mehr den Rücken und das solltet ihr auch.
„Wir sind nur zur Hälfte betroffen“, erklärt Geschäftsführer Rainer Schmitt und sieht die Entwicklung auf dem Energiemarkt deshalb ein deutliches Stück gelassener als viele andere Unternehmer. Seit Jahresbeginn ist mehr als die Hälfte der Lkw-Flotte bei Logistik Schmitt elektrifiziert. Mehr als 50 schwere Trucks von vier unterschiedlichen Herstellern sind auf festen Linien, in einem Traileryard-Projekt und sogar im internationalen Fernverkehr für uns erfolgreich im Einsatz. Konsequent haben wir seit 2019 in die Elektromobilität investiert und den Anteil batterieelektrisch angetriebener Trucks zu Lasten der Diesel-Lkw aufgebaut. Das macht sich nun bezahlt.
Geschäftsführer Rainer Schmitt sieht sich in seinem Weg bestärkt
„Die exorbitanten Preissprünge von bis zu einem Drittel bestärken uns darin, unseren eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, erläutert Unternehmer Schmitt. Mit der Elektro-Flotte sei er weder auf Energie aus Konfliktregionen angewiesen, noch müsse er unkalkulierbare Preisschübe fürchten. Schon heute sind die Elektro-Trucks den Verbrennern in puncto Wirtschaftlichkeit überlegen. Hauptgründe dafür sind niedrigere Energiekosten und die Mautbefreiung. Perspektivisch wird der Vorsprung noch größer werden: Wir werden auf unserer neuen Logistikhalle, die gerade in Bietigheim entsteht, eigenen Solarstrom produzieren und in einem Batteriespeicher puffern. Die Sonne liefert die Energie zum Nulltarif – wenn die entsprechenden Investitionen in die PV-Anlage erst einmal getätigt sind.
„Der Krieg im Nahen Osten führt uns die Abhängigkeiten erneut klar vor Augen – und ebenso die Notwendigkeit, sich schnellstmöglich von ihnen zu lösen“, betont Rainer Schmitt. Mit dem Aufbau der Elektro-Flotte sei das bereits gelungen. Doch zum lachenden Auge gesellt sich ein weinendes. Noch ist nicht der gesamte Fuhrpark umgestellt. Etwas weniger als die Hälfte der Fahrzeuge bezieht noch Diesel. Durch den Einsatz des biogenen Kraftstoffs HVO100 konnte Logistik Schmitt die Abhängigkeit von fossiler Energie schon etwas reduzieren – aber eben noch nicht komplett. Wie andere Speditionen auch sind wir im Gespräch mit unseren Kunden, um die erhöhten Kosten weiterzureichen. Diesel-Floater, die quartalsweise angepasst werden, greifen bei den exorbitanten Preissprüngen zu kurz. In wenigen Jahren sind solche Verhandlungen nicht mehr erforderlich. Dann werden wir uns gänzlich vom Verbrenner gelöst haben und eine weitere Preisexplosion an der Tankstelle wird uns zu 100 Prozent kalt lassen.
Sie haben Transporte, die in Frage kommen? Gerne führen wir mit Ihnen nach Prüfung der Umsetzbarkeit einen Piloten durch.




