Elektro extrem: Fernverkehr über 1.500 Kilometer per E-Truck
Der Name Villeroy & Boch steht für hochwertige und zeitlose Keramiktradition. Das Unternehmen ist seit 1748 erfolgreich am Markt. Nun zeigt es in einem aktuellen Projekt, dass Tradition und Innovation keine Widersprüche sind. In Kooperation mit Logistik Schmitt möchte Villeroy & Boch einen Transport innerhalb seines Logistiknetzwerks vom Diesel- auf Elektroantrieb umstellen. Die Besonderheit: Es geht um einen internationalen Fernverkehr, bei dem allein die Kilometerzahl aufhorchen lässt: Die Strecke führt vom saarländischen Merzig ins rund 1.500 Kilometer entfernte Lugosch in Westrumänien. Diese Relation übertrifft sogar unsere bisher reichweitenstärkste Elektro-Fernverkehrs-Linie ins westungarische Szombathely um ein paar hundert Kilometer. Eine weitere Herausforderung: Geeignete Ladeinfrastruktur für Trucks ist in Osteuropa noch rar gesät, was den Neuverkehr zu einem anspruchsvollen Unterfangen macht.
Elektro-Lkw in nicht mal 48 Stunden in Rumänien
Doch wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Einen Pilotverkehr haben wir bereits erfolgreich abgewickelt. Am Montagmittag in unserer Niederlassung in Mannheim gestartet, war der Truck zu Arbeitsbeginn am Mittwoch beim Empfänger. Angesichts der großen Entfernung und angesichts von sechs Ladestopps und Pausen, die der Truck unterwegs einlegte, halten wir diese Laufzeit für überaus respektabel. Zum Einsatz kam ein Mercedes-Benz eActros 600, dessen Akkus 621 kWh Strom speichern können, was ihn zum idealen Elektro-Truck im Fernverkehr macht. „Die erste Tour ist sehr gut verlaufen, bei der zweiten Tour haben wir weitere Parameter optimiert, sodass ein Regelverkehr grundsätzlich realisierbar wäre“, bilanziert Jan Pisterer aus dem Projekt- und Tendermanagement in unserem Unternehmen.



